persönlicher Spiele-TÜV

Beim Nürnberger Spiele-Fest (das ja leider nicht mehr Spiele-TÜV heißen darf – mal sehen, wann wir Anwaltspost bekommen…) haben wir mal wieder 12 kurzweilige Stunden gespielt und getestet, was die schöne neue Spielewelt so hergibt.

Hier unsere persönliche Spiele-Liste samt Check und ganz persönlicher Bewertung:

Loch Ness
Ein Brettspiel für Familien im Wettstreit um das beste „Foto“ von Nessie. Das Spiel sieht nett aus, aber uns wurde davon abgeraten, daher ohne eigene Spielerfahrung und persönliche Wertung.
* Autor: Ronald Wettering * Verlag: Hans im Glück * 2 – 5 Spieler * ab 8 *

Strauß voraus – Volle Kanne durch die Savanne
Klasse! Ein Lege-Brett-Wettrennen-Spiel mit hohem Spaßfaktor und vielen wilden Tieren: Jeder Spieler möchte mit seinem Strauß sicher durch die Savanne kommen – aber Vorsicht: Krokodile, Löwen, Geparden, Stachel- und Warzenschweine können den Weg kreuzen. Auch der Sand ist nicht ohne: Treibsand und Wanderdünen erschweren den Weg – aber es gibt auch Wasserstellen, die einen neue Energie tanken lassen.
Man kann die Spieldauer- und schwierigkeit durch das Legen des Parcours stets variieren.
Fazit: schönes, kurzweiliges Familienspiel, das auch den Großen viel Spaß bereitet! 😀
* Autoren: Fraser Lamont und Gordon Lamont * Verlag: KOSMOS *
* 2 – 5 Spieler * ab 8 * ca. 30 – 45 Min *

Fifty Fifty – Haben oder nicht Haben
Ein Rainer Kniza-Spiel: ein Stichspiel um Halbmonde, die entweder Plus- oder Minuspunkte bringen – aber wie der Name schon sagt: Fifty Fifty – also null Punkte sind am besten. Schöne Halbmondkarten, die allein für sich schon zum Spielen anregen.
Fazit: Einfache Regeln, schönes Spielmaterial – einfach mal Spielen!
* Autor: Rainer Kniza * Illustrator: Marek Blaha * Verlag: Zoch * 3 – 5 Spieler *
* ab 9 * ca. 10 Min *

Mömmen
Ein Kartenspiel um besondere Schafe – die Mömmen – den Schärer Tim und Dorfhund Benni. Die Aufgabe 5 Mömmen einer Farbkategorie zu sammeln und sich nicht von Hund oder Mensch die Schafe durcheinander bringen lassen.
Fazit: Ein schafes Kartenspiel, das mehr verspricht als hält. Wuf-Wuf!
* Autor: Volker Schwägerl * Verlag: Die Wuselmäuse * 2 – 5 Spieler * ab 7 * ca. 15 Min *

Monster unterm Bett
Ein Kinder-Kartenspiel mit schönen Illustrationen – putzige Monster, die einzeln fast zu niedlich zum gruseln sind.  Aber es gilt: „Ab in den Schrank mit Dir Du fieses Monster!“
* Autor: Antoine Bauza * Grafik: Heiko Eller * Verlag: Heidelberger Spieleverlag *
* 1 – 5 Spieler * ab 5 (bis 10 Jahre, danach auf eigene Verantwortung 😉 ) * ca. 15 Min *

Himmel, A… und Zwirn!
Ein tierisches Kartenspiel mit Zahlen, die mal passen und einen mal zum Fluchen verleiten. Ziel ist hier so wenig Karten, wie möglich zu sammeln – die Mitspieler zu ärgern. Nun ja, ganz nette Idee aber kein wirkliches Muss.
* Autor: Klaus Kreowski * Grafiker: Michael Menzel * Verlag: Ravensburger *
* 3 – 6 Spieler * ab 8 * ca. 15 Min. *

Nur die Ziege zählt
Zocken mit Zicken: erst sich selbst und seine Karten einschätzen, auf Punkte setzen dann geht’s ans Stiche sammeln oder auch vermeiden. Macht Spaß und hat echt coole Bilder – also wenn man RockerBöcke und ZorroZiegen mag 😉
* Autor: Günter Burkhardt * Verlag: Amigo * 3 – 6 Spieler * ab 8 * ca. 20 Min. *

Spot
Hier sind wir uns mal nicht ganz so sehr einig – Krikri meint: ein total nerviges Spiel!
Stina meint: ein grafisch schönes Spiel aus bunten Kreisen und Quadraten, nur bei längerem Betrachten der Spielkarten gehen mir die Augen über – aber Spots finden!?
[Um was geht’s in dem Spiel? Ums Suchen und Finden von Dreier-Kombis, d.h. sobald aus genau 3 Karten ein Motiv in einer Farbe gebildet werden kann. Ein sehr schnelles Kinder-, Familien- und Erwachsenenspiel]
* Autor: Jörg Domberger * Grafik: Dennis Lohausen, Mira Lob * Verlag: Adlung Spiele *
* 2 – 6 Spieler * ab 7 * ca. 10 – 20 Min. *

Geistesblitz
Noch ein schnelles Konzentrationsspiel: Es gibt einen weißen Geist, eine graue Maus, ein blaues Buch, eine grüne Flasche und einen roten Sessel – so weit so gut. Auf den Karten sieht man dann aber eine blaue Flasche und eine rote Maus, d.h. schnell überlegen, was bleibt über? Richtig: man muss sich den weißen Geist schnappen!
* Autor: Jaques Zeimet * Illustrator: Gabriela Silveira * Verlag: Zoch * 2 – 8 Spieler *
* ab 8 * ca. 15 – 30 Min. (kommt auf’s Konzentratiosnvermögen an 😉 )*

MammutMamboWeck den Urmenschen in Dir!
mussten wir zum Glück nicht selber spielen… aber an Nachbartischen gab es immer wieder ulkige Geräusche und wilde Verrenkungen… Definitiv ein lustiges Partyspiel! 😉
* Autor: Roberto Fraga * Verlag: Ravensburger * 3 – 6 Spieler * ab 10 * ca. 20 Min. *

Safranito
Handel mit Gewürzen per Wurfscheiben – Nein, nein, nicht auf den Koch, sondern aufs Spielfeld. Wer am Geschicktesten trifft und am Meisten zahlt, kann die besten Gerichte kochen – wie im wahren Leben … ? Schönes Material und netter Gedanke.
* Autor: Marco Teubner * Grafik: Michael Menzel * Verlag: Zoch * 3 – 4 Spieler *
* ab 10 * ca. 40 Min. *

Kariba
Eine Wasserstelle in der trockene Savanne – darin lauern zwei Krokodile, die jedoch leider nur die Spielkarten halten. Ähnlich enttäuschend der Rest: große Tiere verjagen kleine Tiere, nur die Mäuschen erschrecken die großen Elefanten. Ein nettes Kinder-Kartenspiel – aber für uns Große leider nicht wirklich spannend.
* Autor: Reiner Knizia * Verlag: goliath * 2 – 6 Spieler * ab 7 * ca. 25 Min. *

Hexen-Magnet-Murmel-Spiel
Ein schönes Kinderspiel, bei dem die Hexen ihre Zauberkugeln erst aufräumen müssen, bevor sie das Hexenfeuer entfachen dürfen. Schönes Material durch Schieben der Figuren lenkt der Spieler die Hexe über das Spielfeld, in dem Magnete versteckt sind, die die Hexe hopsen und ihre Kugel verschussern lassen. Ein Geschicklichkeits- / Konzentrationsspiel.
* Autor: ? * Verlag: ? * 2 – 4 Spieler * ab 5 * ca. 20 Min. *

Das große Kullern Welches Murmeltier gewinnt den kullerstarken Wettlauf?
Ein schön gestaltetes Murmelbahnspiel für Kinder, in dem es darum geht mit seinem Murmeltier den Berg zu erklimmen ohne von den entgegenkommenden Murmeln wieder zurückgeworfen zu werden.
* Autoren: Jens-Peter Schliemann und Bernhard Weber * Illustration: Michael Menzel *
* Verlag: Ravensburger * 2 – 4 Spieler * ab 6 * ca. 20 Min. *

Glen More
Tief in den schottischen Highlands bauen Clans ihre Gehöft, Orte und Ländereien auf: mit Hilfe von Plättchen und verschiedenen Holzfiguren erspielt man sich Landschaften, Dörfer und Werkstätten und Whiskeyfässer. Es gibt drei Wertungen vor der großen Schlusswertung, dabei gewinnt nicht unbedingt die größten Ländereien, sondern die geschäftigste. Schönes Spielmaterial, spannende Spielidee, nochmal mit more Spielern. 😉
* Autor: Matthias Cramer * Grafik: Harald Lieske, Loïc Billiau* Verlag: alea *
* 2 – 5 Spieler * ab 12 * ca. 45 Min. (für Erstspieler mehr Zeit rechnen) *

Holz-Lege-Spiel
Einfache Regeln, schöne Steine – kurzweiliges Spiel für zwei Nasen
* Autor: ? * Verlag: ? * 2 Spieler * ab 10 * ca. 15 Min. *

Dominion (Grundspiel)
Als Neueinsteiger in die weite Welt von Dominion spielten wir das Grundspiel, gemäß der Faustregel: erst Aktion, dann Kauf – und es funktionierte wunderbar! Macht Lust auf mehr und weiterspielen. 😀
* Autor: Donald X. Vaccarino * Verlag: Rio Grande Games / Hans im Glück *
* 2 – 4 Spieler * ab 8 * mind. 30 Min. (als Neulinge eher 90 min) *

Nachtrag am 21.02.2011:

Dixit
Wunderschön gestaltete Karten, die den Spielern reihum (Sprich-)Wörter entlocken – aber auch wiederum nicht zu viel verraten dürfen, denn es soll ja noch gerätselt werden von welchem Bild man denn nun wirklich gesprochen hat…
* Autor: Jean-Louis Roubira * Illustratorin: Marie Cardout * Verlag: Libellud *
* 3 – 6 Spieler * ab 8 * mind. 30 Min. *

Ohne Furcht und Adel
Ein Kartenspiel, in dem 8 mehr oder weniger finstere Gestalten um Gold und Bauwerke feilschen. Erinnerte mich leicht an Dominion – ist aber ganz anders 😉
* Autor: Bruno Faidutti * Illustratoren: Magnin; Delval; Mourier * Verlag: Hans im Glück *
* 3 – 7 Spieler * ab 10 * mind. 60 Min. *

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2 Kommentare zu persönlicher Spiele-TÜV

  1. Pingback: 25. Nürnberger Spiele-Fest | Stina's WebSpinnerei

  2. daHias sagt:

    Was sind das für Teile? Die kenn ich nicht. Das sind keine WII-Spiele. Hmmm. Vieleicht „Brätspilä“, oder?

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